Hüftendoprothetik im Orthopädie Zentrum Hannover

In Deutschland werden jährlich rund 220 000 Operationen durchgeführt, bei denen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wird. Gründe hierfür können Unfälle mit knöchernen Verletzungen am Schenkelhals sein, oder die altersbedingte Abnutzung des Hüftgelenks (Hüftarthose).

Eine Arthrose kann zu dauerhaften Schmerzen führen, wenn der Knorpel, welcher normalerweise als Gelenkgleitschicht fungiert, im Alter abgenutzt ist. Wenn die Schmerzen trotz konventioneller Behandlungsmethoden wie Krankengymnastik, Funktionstraining, Akupunktur sowie manueller Therapie und unter regelmäßiger Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten nicht abklingen, so raten wir zur Implantation einer Hüftendoprothese. Im Folgenden haben wir vom Orthopädie Zentrum Hannover einige Informationen für Sie bereitgestellt und stehen Ihnen selbstverständlich auch persönlich oder telefonisch gerne zur Verfügung.

Was ist Hüftendoprothetik?

Bei einer Hüftendoprothese handelt es sich um ein künstliches Hüftgelenk, welches Patienten bei einer geschädigten Hüfte eingesetzt wird, die mit konventionellen Behandlungsmethoden nicht behoben werden kann. Die Hüftendoprothetik trägt dazu bei, dass unerträgliche Schmerzen verschwinden, eine hohe Bewegungsfreiheit wiedererlangt werden kann und die Lebensqualität deutlich steigt. Außer bei Frakturen des Schenkelhalses oder bei Arthrose kann es in seltenen Fällen auch bei Tumorerkrankungen oder Metastasen im Becken- oder Hüftbereich notwendig werden, ein Hüftgelenk durch eine Endoprothese zu ersetzen.

Diagnosemethoden im Orthopädie Zentrum Hannover

Die klassische Methode zur Diagnosestellung ist, neben der klinischen Untersuchung, das Röntgenbild, mithilfe dessen die Knochen der Hüftregion vom Oberschenkel und Becken sowie der Gelenkspalt analysiert werden können. Auf diese Weise lässt sich von unseren Spezialisten des Orthopädie Zentrums in Hannover beurteilen, ob der Gelenkspalt aufgebraucht ist oder ein Knochenbruch vorliegt. In einigen Fällen nutzen wir unterstützend die Computertomographie (CT) und gegebenenfalls auch die Kernspintomographie (MRT).

Bei der Computertomographie handelt es sich ebenfalls um eine Methode mit Röntgenstrahlen, hierbei werden Schichtaufnahmen angefertigt, die sich am Computer zu einem dreidimensionalen Bild zusammensetzen lassen. Bei einer Magnetresonanztomographie wird anstatt Röntgenstrahlung ein Magnetfeld angewendet, welche bestimmte Atome im Körper in Schwingungen versetzt. Diese Schwingungen werden dann von einem Computer in Bildinformation umgewandelt. Der Vorteil hierbei ist die bessere Beurteilung von Weichteilen im Gelenk, beispielsweise bei Bänderrissen, die deutlich feinere Bildauflösung sowie die Ungefährlichkeit von Magnetfeldern in der verwendeten Stärke beim Menschen.

Behandlungsarten

Im Orthopädie Zentrum Hannover bieten wir Ihnen eine Vielzahl an Prothesenmodellen an, die individuell ausgewählt werden. Für jüngere Patienten verwenden wir mitunter kleine Prothesen, die minimalinvasiv eingesetzt werden können. Unsere kompetenten Spezialisten im Orthopädie Zentrum Hannover beraten Sie intensiv und wählen individuell die für Sie passende Hüftendoprothetik aus.

 

Zudem bieten wir vom Orthopädie Zentrum Hannover eine Vielzahl von verschiedenen Implantatmöglichkeiten, die individuell an den Patienten angepasst werden. Bei einem normalen Hüftkopf kann ein Standardmodell verwendet werden. Bei einem Tumor, bei dem Knochenmaterial vom Becken entfernt werden musste, gibt es hingegen spezielle Implantate. Wird eine Prothese nach etwa 15 bis 20 Jahren gewechselt, so muss unter Umständen eine größere Hüftendoprothese eingesetzt werden, da diese andernfalls nicht mehr halten würde. In wenigen Fällen werden bei speziellen Vorerkrankungen auch individuelle Prothesen angefertigt, die genau ausgemessen werden.

Vorteile der Hüftendoprothetik

Ein großer Vorteil ist, dass der Patient eine deutlich bessere Mobilität und eine damit einhergehende höhere Lebensqualität durch die Hüftendoprothetik erlangt. Mit einer Prothese kann der Patient auch frühere Aktivitäten wieder schmerzlos aufnehmen, wie zum Beispiel Skifahren (Langlauf, nicht alpine Skiarten!).

Gibt es Nebenwirkungen?

Der Großteil unserer Patienten kommt problemlos mit der Prothese zurecht, jedoch kann es in Einzelfällen immer passieren, dass der Körper sensibel auf einen Fremdkörper reagiert und dadurch Probleme mit der Prothese entstehen können, die sich anhand von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen oder gar Entzündungen zeigen. Aufgrund dessen erfolgt zunächst eine intensive Beratung sowie Untersuchung, damit etwaige Nebenwirkungen möglichst ausgeschlossen werden können. Falls dennoch Nebenwirkungen eintreten sollten, so entscheiden die Spezialisten im Orthopädie Zentrum Hannover individuell über die weiteren Maßnahmen.

Behandlungsdauer

Zunächst versuchen wir stets, die Patienten mit konservativen Methoden zu behandeln. Sollten diese über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten keine Erfolg zeigen, stellen wir nach erneuter Untersuchung des Patienten die Indikation zur Operation. Nach dem operativen Eingriff muss der Patient etwa 10 bis 14 Tage im Krankenhaus bleiben, danach folgen drei Wochen in der Reha, wo die Mobilität wiederhergestellt wird, sodass der Patient den Umgang mit der Prothese erlernt. In regelmäßigen Abständen muss der Patient zur Nachkontrolle, bei der in den ersten sechs Monaten eine Röntgenkontrolle durchgeführt wird um sicherzugehen, dass die Prothese gut sitzt und keine Beschwerden auftreten.

Was muss der Patient nach Einsetzen der Hüftendoprothetik beachten?

In den meisten Fällen können die Patienten direkt am Tag nach der Operation wieder aufstehen und mit der Physiotherapie lernen, mit der Prothese zu gehen. Der Patient muss hierbei allerdings gewisse Verhaltensweisen berücksichtigen: Dazu zählen kein Übereinanderschlagen der Beine sowie sehr tiefes Sitzen, da die Gefahr besteht, dass der neue Hüftkopf aus dem Gelenk springt. In den ersten Monaten muss sich das Gewebe zunächst wieder festigen und straffen, bis wieder ein guter Halt gegeben ist.

Für wen ist die künstliche Hüfte geeignet?

Generell entscheiden die Spezialisten vom Orthopädie Zentrum Hannover in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, Brüchen, Beschwerden sowie Tumoren ob eine Prothese für den Patienten geeignet ist. Hat der Patient starke Beschwerden beim Gehen, Sitzen oder Liegen, so wird zunächst anhand der Röntgenbilder nach der Ursache gesucht. Anschließend versuchen wir, die Beschwerden mittels konservativer Maßnahmen zu lindern. Erst wenn diese Maßnahmen nicht anschlagen und die Lebensqualität deutlich darunter leidet, raten wir unseren Patienten zu einer künstlichen Hüfte.

Kosten

Die Kosten für eine künstliche Hüfte werden von der Krankenkasse getragen. Der Patient zahlt lediglich den Krankenhausaufenthalt.

Vergangene und zukünftige Entwicklungen

Während die diagnostischen Methoden bereits seit einigen Jahren auf einem sehr hohen Qualitätsniveau sind, hat sich in den letzten Jahren das Prothesendesign weiterentwickelt. Ferner setzen unsere Fachärzte im Orthopädie Zentrum Hannover seit einiger Zeit erfolgreich auf minimalinvasive Eingriffe, die schonender und schneller sind als andere Operationen.