Osteoporose

Die Knochen sind instabil und es treten Knochenbrüche ohne ersichtlichen Grund auf. Dies sind häufige Symptome beim Knochenschwund, der Stoffwechselerkrankung Osteoporose. Osteoporose zählt zu den häufigsten systemischen Erkrankungen und betrifft insbesondere ältere Menschen, Frauen sind dabei anfälliger als Männer.

Die Knochen brechen leichter und verlieren an Festigkeit. Das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, liegt bei Frauen doppelt so hoch wie bei Männern, da bei Frauen in und nach den Wechseljahren durch die hormonelle Umstellung der Knochenstoffwechsel gestört werden kann. Seit Jahren behandeln wir vom Orthopädie Zentrum Hannover erfolgreich Patienten mit Osteoporose. Im Folgenden haben wir alles rund um das Thema Osteoporose für Sie zusammengestellt.

Definition

Es handelt sich dabei um eine systemische, d.h. den ganzen Körper betreffende Erkrankung des Skeletts und ist durch eine verminderte Knochenfestigkeit gekennzeichnet. Das Knochengefüge ist infolge einer defekten Knochenstruktur, eines niedrigen Mineralsalzgehaltes sowie einer darauf resultierenden geringeren Knochendichte geschwächt. Hierbei kommt es zu einem Abbau der Knochenmasse und die Knochen verlieren an Stabilität.

Ursachen

Mitunter spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle, wenn beispielsweise ein Familienangehöriger bereits unter der Erkrankung leidet. Zu den beeinflussbaren Hauptrisikofaktoren zählen unter anderem Nikotinabusus sowie Untergewicht bei einem BMI unter 20. Weitere nicht beeinflussbare Faktoren sind die Einnahme von Kortisonpräparaten bei chronischem Asthma oder rheumatischen Erkrankungen. Eine weitere Ursache für Osteoporose ist eine längere Immobilisierung. Auch infolge einer längeren Bettlägerigkeit von etwa sechs bis acht Wochen nimmt die Knochenfestigkeit deutlich ab.

Daher muss insbesondere bei Patienten, denen ein mehrwöchiger Krankenhausaufenthalt oder eine längere Immobilisierung bevorsteht, darauf geachtet werden, dass rechtzeitig eine Prophylaxe durchgeführt wird. Nicht zuletzt ist das Risiko stark vom Alter sowie Geschlecht abhängig. Im hohen Alter verschlechtert sich die Knochenqualität und zwischen dem 50. und 90. Lebensjahr steigt die Häufigkeit eines Knochenbruchs. Bei Frauen besteht ein doppelt so hohes Risiko, an Osteoporose zu erkranken, als bei Männern.

Präventive Maßnahmen

Eine wichtige Maßnahme, um Osteoporose möglichst zu vermeiden, ist ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung, um die Knochen aktiv zu belasten. Auch Nichtraucher leiden deutlich seltener unter Osteoporose. Zudem sollten Sie sich häufig draußen im Sonnenlicht aufhalten, damit in Ihrer Haut Vitamin D produziert werden kann sowie kalziumhaltige Nahrungsmittel wie ausreichend Milchprodukte, Fisch und kalziumreiches Mineralwasser zu sich nehmen. Wir vom Orthopädie Zentrum Hannover raten unseren Patienten zudem, auch im hohen Alter sportlichen Aktivitäten nachzugehen und die Muskeln dauerhaft zu stärken, sodass die Sturzgefahr deutlich sinkt.

Krankheitsbild

Betroffene merken oftmals die Symptome nicht sofort, da sich Osteoporose schleichend entwickelt. Einige Patienten klagen unter anderem über vermehrt unklare Rückenschmerzen oder über ein Schwächegefühl im Rücken. Auch kann es aus einem unverhältnismäßigem Anlass zu einem Knochenbruch kommen wie etwa durch einen Sturz aus dem Stand, eine Drehbewegung, ein Hochrecken oder durch das Abstützen der Hand.

Auch Schmerzen in der Wirbelsäule sowie ein typischer Rundrücken sind Anzeichen einer Osteoporose. Dies wird dadurch verursacht, dass ein oder mehrere Wirbelkörper förmlich in sich zusammensacken, sich verformen und an Höhe verlieren. Folglich entsteht eine Krümmung der Wirbelsäule und es entsteht ein typischer Rundrücken, der auch körperliche Probleme nach sich zieht. So leiden Betroffene häufig unter Kurzatmigkeit und Sodbrennen.

Ebenso haben Patienten, die öfter stürzen, ein erhöhtes Knochenbruchrisiko. Dies ist dem Umstand zu verschulden, dass sie nicht kräftig und mobil genug sind und ein geschwächtes Knochensystem aufweisen. Solche Patienten haben oftmals Probleme mit dem Gleichgewicht und langsamere Schutzreflexe. Zudem sind sie durch die Angst zu stürzen noch unsicherer, sodass ohne eine fachgerechte Behandlung ein ewiger Teufelskreis entsteht. Knochenbrüche führen zu einer starken Einschränkung des Alltags und der Lebensqualität. Nach einem Wirbelbruch oder einem Oberschenkelhalsbruch sind viele an Osteoporose Erkrankte bettlägerig, was den Knochenschwund weiter begünstigt.

Methode zur Diagnose

Im Orthopädie Zentrum Hannover verwenden wir leitliniengerecht die DXA-Messung, die Duale Röntgen Absorbtions-Spektrometrie. Dabei handelt es sich um eine strahlungsarme Röntgenmethode, welche die Knochendichte misst.

Ablauf der Behandlung

Zunächst wird beim Patienten eine DXA-Messung durchgeführt und eine Diagnose gestellt. Je nach individuellem Einzelfall bieten wir im Orthopädie Zentrum Hannover verschiedene Behandlungsmethoden an. Typischerweise verordnen wir unseren Patienten viel Bewegung an der frischen Luft und eine kalziumreiche Ernährung. Darüber hinaus gibt es spezifische Medikamente, die den Knochenabbau entweder bremsen oder den Aufbau fördern. In einigen Fällen erhalten Patienten auch sogenannte Orthesen – dabei handelt es sich um ein wirbelaufrichtendes Korsett – oder, bei stark schmerzhaften Frakturen eine operative Behandlung, die sog. Ballonkyphoplastie.

Vorteile der Behandlung

Im hohen Alter ist ein merklicher Knochenschwund unvermeidlich und das Risiko eines Knochenbruchs infolge einer Osteoporose steigt. Durch die Behandlung im Orthopädie Zentrum Hannover können unsere Spezialisten einen schnellen Knochenabbau verlangsamen oder gar aufhalten. Idealerweise kann die Knochendichte durch eine Therapie sogar verbessert werden. Eine frühe Diagnose ist dabei für eine erfolgreiche Therapie notwendig. Wir vom Orthopädie Zentrum Hannover raten auch allen Menschen über 50 Jahren dazu, die eigene Knochendichte messen zu lassen, um mit präventiven Maßnahmen frühestmöglich beginnen zu können. Auf diese Weise werden operative Maßnahmen oder langfristige spezifische medikamentöse Therapien verhindert. Oftmals reicht auch schon viel Bewegung sowie eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Behandlungsdauer

In der Regel dauert eine Basistherapie im Orthopädie Zentrum Hannover über zwei Jahre, danach folgt eine Reevaluation, also eine erneute Systemkontrolle. Wenn der Knochenabbau gestoppt werden konnte und das Medikament gut vertragen wurde, so wird dieses etwa über fünf Jahre lang weiter genommen. Wir vom Orthopädie Zentrum Hannover bieten ein spezielles Programm an, das nur von Osteologen durchgeführt werden kann. Hierbei werden regelmäßig Laborwerte kontrolliert und wiederholt DXA-Messungen veranlasst.

Vergangene und zukünftige Entwicklungen im Bereich der Diagnose und Behandlung

Das Krankheitsbild ist in den vergangenen Jahren immer präsenter geworden und mittlerweile ist man sich bewusst, dass jeder im hohen Alter an Osteoporose erkranken kann. Doch bereits im mittleren Alter kann die Krankheit zu einem ernst zu nehmendem Problem werden, denn nicht erst mit 90 Jahren besteht das Risiko einer Erkrankung. Daher ist es uns vom Orthopädie Zentrum Hannover äußerst wichtig, die Menschen bereits im jungen Alter dahingehend zu sensibilisieren und auf das Krankheitsbild aufmerksam zu machen. Ferner gibt es mittlerweile verschiedene medikamentöse Mittel, die individuell eingesetzt werden, sodass etwaige Unverträglichkeiten möglichst ausgeschlossen werden können.

Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren operative Maßnahmen optimiert. Wir führen im Orthopädie Zentrum Hannover nur noch in seltenen Fällen große, offene Operationen durch und setzen auf sogenannte minimalinvasive Vertigo- und Kyro-Plastien. Ebenfalls wurden Schrauben entwickelt, die einzementiert werden – d.h. der Patient kann mit Schrauben versorgt werden, die nicht gleich ausbrechen.

Der Stand der Forschung sowie der Behandlungsinstrumente ist bereits auf einem sehr hohen Niveau, sodass keine revolutionierenden technischen Fortschritte zu erwarten sind.